Was Sie und Ich mit den Bränden im Regenwald zu tun haben

Was Sie und Ich mit den Bränden im Regenwald zu tun haben

Unser Konsumverhalten hat viel mit dem brennenden Regenwald im Amazonas-Gebiet zu tun.

Hauptgrund für Brandrodungen ist nämlich Platz für die Zucht von Rindern und den Anbau von Sojabohnen zu schaffen.

Sojaimporte werden bei uns hauptsächlich als Futtermittel für die Massentierhaltung genutzt.

94 Prozent des Sojaschrots und 52 Prozent der Sojabohnen, die die EU auf dem Weltmarkt einkauft, stammen aus den Mercosur Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay).

In Brasilien entfallen 96 Prozent der Sojaanbaufläche auf genmanipulierte Pflanzen, in Argentinien sogar 99 Prozent. Einen Großteil machen Sorten des US-Konzerns Monsanto aus.

Die europäische Überschussproduktion von Fleisch und Milch könnte ohne die riesige Einfuhr von Soja gar nicht aufrechterhalten werden. (Quelle:  BUND )

Um die Einfuhr von Soja und Rindfleisch aus den Mercosur-Staaten zu verstärken, hat die Europäische Union  gerade erst eine politische Einigung über ein Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten erzielt . Das Abkommen widerspricht mit seiner verheerenden Klimabilanz sowohl dem Pariser Klima-Abkommen als auch den internationalen Nachhaltigkeitszielen.

Die aktuellen Brände im Amazonas-Gebiet werden in vielen Fällen von Agrarunternehmern gelegt, die darauf spekulieren, das Land nachträglich als Fläche für ihre Rinderherden nutzen zu können.

73 Prozent der Rindfleischimporte und 56 Prozent der Hühnerfleischimporte in die EU stammen aus dem südamerikanischen Verbund und sollen durch das geplante Abkommen nochmals massiv gesteigert werden.

Was können wir tun?

  • Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum und verzichten sie auf Fleisch aus Massentierhaltung.
  • Kaufen Sie möglichst regionales Bio Fleisch
  • Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über die Brände im Amazonas und die Gründe dafür.

(Quelle: BUND)

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