Sind Bio-Eier gesünder?

Sind Bio-Eier gesünder?

Mit der Frage, ob Bio-Eier gesünder sind als Eier aus Bodenhaltung, hat sich 2017 ein Forschungsteam der Universität Hohenheim beschäftigt. Dabei kam heraus, dass Bio-Eier ein besseres Aroma und höhere Gehalte an Omega-3-Fettsäuren haben, weil die Hühner beim Picken auf der Wiese öfter Kamille oder andere Pflanzen mit ätherischen Ölen fressen.

Das Eiklar von Bio-Eiern hat nach Auffassung der Wissenschaftler oft eine bessere Konsistenz, es ist fester und gallertiger. Allerdings ist der Dotter von Bio-Eiern kleiner, weil die Legehennen etwas weniger Nährstoffe bekommen, und seine Farbe ist weniger intensiv als bei Eiern aus Bodenhaltung. Das liegt den Forschern zufolge daran, dass im Bio-Landbau keine synthetischen Farbstoffe als Futterzusatzstoffe eingesetzt werden dürfen.

Quelle:

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Huehnerhaltung-Ist-bio-wirklich-besser,tierhaltung138.html

Übrigens:

Der Verbraucher kann anhand der ersten Ziffer des Herkunftsstempels auf dem Ei erkennen, in welcher Haltungsform die Legehennen leben:

◾0 steht für Bio
◾1 steht für Freilandhaltung
◾2 bedeutet Bodenhaltung
◾3 heißt Kleingruppe

Bio-Legehennen: Stallfläche max. 6 Tiere sind pro qm Stallfläche zulässig
Konventionelle Legehennen: max. 12,5 Tiere je qm Stallfläche  bei Kleingruppenkäfigen

Bio-Futter, mindestens 50% des Futters aus eigener Erzeugung oder von eng kooperierenden Betrieben und zusätzlich 20% aus der Region
Max. 5% nicht-ökologisches Eiweißfutter, wenn die Versorgung nicht aus Öko-Futter möglich ist, Pflicht zur täglichen Rau- oder Grünfuttergabe
Nicht erlaubt sind synthetische Dotterfarbstoffe, künstliche Eiweiße und gentechnisch veränderte Futtermittel

Futter konventionell: Futter zugekauft, durch Mais- und Sojazugabe häufig gentechnisch verändert
Synthetische Dotterfarbstoffe, künstliche Eiweiße und gentechnisch veränderte Futtermittel sind erlaubt

Arzneimittel bei Bio Haltung:
Bei der ökologischen Tierhaltung gilt das Prinzip der Vorbeugung von Krankheiten durch artgerechte Haltung und hochwertige Futtermittel. Treten dennoch Gesundheitsstörungen auf, werden folgende Regeln angewandt:
Behandlung vorrangig mit Naturheil-, phytotherapeutischen und homöopathischen Verfahren
Die vorbeugende Bestandsmedikation, insbesondere mit Antibiotika, ist nicht gestattet
Landwirt muss über alle Behandlungen ein Stallbuch führen
Anzahl der Behandlungen je Jahr streng begrenzt
Nach Medikamentengabe muss bis zur Gewinnung eines tierischen Erzeugnisses die doppelte Wartezeit gegenüber der gesetzlichen Vorschrift eingehalten werden
Arzneimittel bei konventioneller Haltung:

Vorbeugende Bestandsmedikation, vor allem mit Antibiotika, ist erlaubt bzw. die Regel
Zahl der Behandlungen nicht begrenzt
Einfache Wartezeit nach Medikamentengabe bis zur Gewinnung eines tierischen Erzeugnisses.

Quelle:

https://www.alnatura.de/de-de/magazin/faq/bio-eier-fragen-und-antworten/2-was-ist-der-unterschied-zwischen-der-bio-und-der-konventionellen-legehennenhaltung

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