Ab heute sind die ökologischen Grenzen der Erde erreicht

Ab heute sind die ökologischen Grenzen der Erde erreicht

Gestern, am 29. Juli war der globale „Erderschöpfungstag“ (Earth Overshoot Day).

Ab diesem Tag hat die Menschheit nach Berechnungen des „Global Footprint Network“ bereits die gesamten natürlichen Ressourcen verbraucht, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen und regenerieren kann. Drei Tage früher als 2018 und knapp zwei Monate früher als noch im Jahr 2000. 1970 hielten die Ressourcen fast das ganze Jahr – damals fiel der Welterschöpfungstag auf den 29. Dezember .

Um ihren Ressourcenbedarf nachhaltig zu decken, bräuchte die Weltbevölkerung aktuell 1,75 Erden.

Der Erdüberlastungstag beschreibt den Tag, an dem die nachhaltig nutzbaren Ressourcen eines Jahres verbraucht sind und verdeutlicht die ökologischen Grenzen des Planeten.

Das Global Footprint Network ist eine internationale Denkfabrik für Umweltfragen und hinterfragt die Art und Weise wie wir wWrtschaften und Leben.

Es liegt in unserer Verantwortung, jetzt  umzudenken und umgehend zu handeln, damit unsere Kinder und Enkelkinder nicht mit noch viel drastischeren Folgen von Klimakrise, Ressourcen- und Artenverlust leben müssen.

Angesichts des weltweit steigenden Konsums und wachsenden Verbrauchs werden natürliche Güter immer knapper. Hinzu kommt die Belastung von Ressourcen wie Wasser, Luft und Boden durch Pestizide, Treibhausgase und Müll. Unsere Ökosysteme sind weltweit durch Raubbau und die Folgen des übermäßigen Konsums stark gefährdet.

Zum Schutz von Ressourcen sieht der BUND zudem bei der industriellen Landwirtschaft dringenden Handlungsbedarf. Durch industrielle Tierhaltung fallen enorme Mengen Gülle an, die das Grundwasser, Flüsse, Seen und Meere mit Nitrat und die Atmosphäre mit Ammoniak belasten. Aufgrund von Monokulturen und Pestiziden gehen natürliche Lebensräume für Insekten und andere Tiere verloren, der Artenschwund ist dadurch rasant. Damit die Landwirtschaft weiterhin unsere Lebensgrundlagen erhalten kann, muss sie dringend klima- und umweltfreundlicher werden, fordert der BUND.
Ziel muss die Senkung unseres absoluten Ressourcenverbrauchs und die gerechte Verteilung der vorhandenen Ressourcen sein.

Quelle:  Global Footprint Netwerk, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

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