Der gesunde Apfel?

Der gesunde Apfel?

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat konventionelle Äpfel aus elf europäischen Ländern genauer unter die Lupe genommen und hinsichtlich ihres Pestizidgehalts getestet. Auf dem deutschen Markt wurden 33 konventionelle Apfelproben sowie sechs Äpfel aus biologischem Anbau untersucht.

Das ernüchternde Ergebnis der Studie zeigt: Neun von zehn deutschen Äpfeln weisen gleich mehrere Pestizide auf. Äpfel sind die am intensivsten mit Pestiziden behandelte Kultur. Die Äpfel aus dem Bio-Sortiment waren hingegen komplett unbelastet.

Kaum ein Apfel ohne Schadstoffe:

29 Proben der herkömmlichen deutschen Äpfel waren mit insgesamt 18 verschiedenen Giften belastet. In der Hälfte der Probe fanden die Forscher mindestens zwei Chemikalien. Die Wechselwirkungen der einzelnen Pestizide seien bislang weitestgehend unbekannt. „Chemische Pestizide sind präsent vom Anbau bis zum Teller. Es ist wichtig, mehr als nur gesetzliche Mindestanforderungen zu erfüllen und Wechselwirkungen zu berücksichtigen“, sagt Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace.

53 verschiedene Pestizide werden in europäischen Apfelanlagen gespritzt, wie eine neue Studie von Greenpeace zeigt. Ihre Rückstände ließen sich fast überall in Boden und Wasser nachweisen. Sieben der dabei gefundenen Pestizide sind in Europa gar nicht zugelassen. Landwirte im konventionellen Apfelanbau haben in den Jahren 2011 bis 2013 durchschnittlich 32 Mal pro Jahr Gifte gegen Pilzbefall, Insekten und Unkräuter gespritzt, wie die Umweltorganisation Greenpeace berichtet.

Toxisch für Bienen, Insekten und Wasserorganismen.

Wie viele und welche Pestizide in den Apfelanlagen Europas eingesetzt werden und sich daher dort in Böden und Wasser befinden, hat Greenpeace nun in einer Studie untersucht. Dafür nahmen Forscher im Auftrag der Umweltorganisation 36 Wasser- und 49 Bodenproben aus Apfelanlagen in zwölf europäischen Ländern und analysierten sie auf ihren Pestizidgehalt hin.

Das Ergebnis: In den meisten Apfelplantagen waren Böden und Gewässer mit Pestiziden belastet. In 78 Prozent der Bodenproben und 72 Prozent der Wasserproben fanden die Forscher mindestens ein Pestizid. Mehr als die Hälfte der Proben enthielt mehrere verschiedene Giftstoffe, negativer Spitzenreiter waren zwei Proben mit einem Cocktail aus 13 Pestiziden.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz von Pestiziden in Apfelanlagen signifikante Mengen von Rückständen in den Böden und Gewässern hinterlassen kann“, so das Fazit der Studie. Insgesamt ließen sich 53 verschiedene Wirkstoffe nachweisen, darunter besonders häufig das Fungizid Boscalid, DDT und die Insektizide Chlorpyrifos-Ethyl und Chlorantraniliprol. „Alle vier Pestizide haben eine sehr hohe Gesamttoxizität“, heißt es dazu im Report.

 

Zum Greenpeace Report…

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